SPD-Landtagsfraktion Corona: Zugang zu Bildung und Betreuung für die Kleinsten sicherstellen

Die Corona-Pandemie hat sich in den vergangenen Wochen verschärft, die Infektionszahlen steigen auch in den Kitas rasant. Mitte November waren 759 Einrichtungen ganz oder teilweise geschlossen, zudem sind zahlreiche Plätze in der Kindertagespflege betroffen.

Die Bildungs- und Betreuungsgarantie ist damit hinfällig für zehntausende Kinder in NRW, die sich in Corona-Quarantäne befinden. Wir dürfen diese Eltern und Kinder nicht im Stich zu lassen. Denn: Die in der Regel 14-tägige Corona-Quarantäne stellt für sie eine emotionale und zudem finanzielle Belastung dar. Wir fordern daher im kommenden Plenum, die Elternbeiträge im Bereich der Kita und der Kindertagespflege für den Zeitraum einer behördlich verfügten Quarantäne zu erstatten.

Unsere Ideen für den sicheren Zugang zu Bildung und Betreuung für die Kleinsten unserer Gesellschaft:

Einsatz von Luftfiltern zur Einhaltung von Hygienekonzepten: Wie in Schulen müssen auch in Kitas Luftfilter zum Einsatz kommen. Es bedarf eines Unterstützungskonzepts des Landes, um eine zügige Abwicklung und eine ausreichende Finanzierung zu ermöglichen. Die vom Land ins Leben gerufene Millionenförderung für Luftfilteranlagen in Schulen darf Bildungseinrichtungen für die Kleinsten nicht außen vor lassen.

Teststrategie anpassen: Erzieherinnen, Erzieher und Tagespflegepersonal müssen wieder verstärkt die Möglichkeit haben, sich freiwillig testen zu lassen. Dies kann durch den Einsatz mobiler Testteams in den Einrichtungen erleichtert werden.

Feste Gruppenstrukturen: Während der Pandemie müssen Kitas ihre organisatorischen Abläufe flexibel planen können, um das Infektionsgeschehen bei einem Corona-Fall leichter eingrenzen zu können. In Absprache mit Jugendamt und Eltern müssen Kita-Leitungen zum Beispiel feste Gruppenstrukturen etablieren können, ohne Auswirkungen auf die monetäre Förderung befürchten zu müssen.

Hybride Unterrichtskonzepte ermöglichen: Die Landesregierung darf nicht weiter auf Präsenzunterricht beharren. Dies gilt auch für Berufskollegs, an denen angehende Erzieherinnen und Erzieher ausgebildet werden. Corona-Infektionen in den Klassen dieser Berufskollegs wirken sich auf die Kita-Gruppen aus, in denen die Betroffenen als Erzieherinnen und Erzieher arbeiten.