SGK-Ehrennadel 2016

SGK-Ehrennadel

Verleihung der SGK-Ehrennadel 2016 an Ministerpräsidentin Hannelore Kraft, Bürgermeister Rudolf Bertram und Fraktionsvorsitzenden Karsten Koch

Am 09. Dezember 2016, in der Zeit von 13:15 Uhr – 15:00 Uhr, in der Weinkellerei Malkasten, im Theatersaal im Hentrichhaus, Jacobistraße 6a, 40211 Düsseldorf.

Seit 2010 verleiht die Sozialdemokratische Gemeinschaft für Kommunalpolitik in NRW (SGK NRW) verdienten Kommunalpolitikerinnen und Kommunalpolitikern die SGK-Ehrennadel.

Sie soll Ausdruck der Anerkennung für herausragendes kommunalpolitisches Engagement und besonderen Einsatz für die Ziele sozialdemokratischer Kommunalpolitik sein.

Im Jahr 2016 wird NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft für ihren Einsatz für die kommunale Familie geehrt. Bereits während der Minderheitsregierung hat sie sich für eine kommunalfreundliche Politik stark gemacht, sodass es heute in NRW wieder heißt: „Stadt und Land – Hand in Hand“. Neben Ministerpräsidentin Hannelore Kraft werden außerdem Rudolf Bertram, Bürgermeister von Eschweiler, und Karsten Koch, Vorsitzender der SPD-Fraktion im Rat der Stadt Beckum, mit der SGK-Ehrennadel ausgezeichnet. Beide leisten in ihren Kommunen vorbildliche kommunalpolitische Leistungen, die den Werten der Sozialdemokratie entsprechen.

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Preisträger 2016

Ministerpräsidentin Hannelore Kraft - Land NRW / M. Hermenau
Ministerpräsidentin Hannelore Kraft - Land NRW / M. Hermenau

Hannelore Kraft ist nach der verlorenen Kommunalwahl 1994 in Mülheim bewusst in die SPD eingetreten. Für sie stand fest: „Jetzt gilt es, Flagge zu zeigen“. Aus eigener und lokaler Betroffenheit, mit dem Ziel, die Gesellschaft zum Besseren zu verändern, hat sie sich bewusst für die Sozialdemokratische Partei Deutschlands entschieden. Insbesondere das sozialdemokratische Konzept der Bildungsgerechtigkeit überzeugte sie. Diese Spuren markieren bis heute ihr Engagement für bessere Startchancen von Kindern und Jugendlichen in ihren Heimatkommunen. Mit dem Programm „Kein Kind zurücklassen“ wird ein präventiver Ansatz frühkindlicher Bildungspolitik in der Kommune verfolgt. Es geht darum, Chancengerechtigkeit als gleichen Zugang zur Bildung in der Gesellschaft zu realisieren. Die damit verbundenen Programme zeigen nach ersten Auswertungen die Wirksamkeit dieses politischen Konzeptes.

Hannelore Kraft ist seit dem 14. Juli 2010 Ministerpräsidentin von Nordrhein-Westfalen. Seit 2000 ist sie Mitglied des Landtages NRW. Von April 2001 bis November 2002 war sie Ministerin für Bundes- und Europaangelegenheiten des Landes Nordrhein-Westfalen. Im Anschluss war Hannelore Kraft von November 2002 bis Juni 2005 Ministerin für Wissenschaft und Forschung des Landes Nordrhein-Westfalen. Von Juni 2005 bis Juli 2010 war sie Vorsitzende der SPD-Landtagsfraktion im Landtag NRW.
Seit Januar 2005 ist sie Landesvorsitzende der NRWSPD und seit November 2009 stellvertretende Vorsitzende der Bundes-SPD.

Hannelore Kraft hat bereits in der rot-grünen Minderheitsregierung begonnen, die kommunalfeindliche Haltung der schwarz-gelben Regierung zu einer kommunalfreundlichen Politik zu wenden und mit den Kommunen wieder auf gleicher Augenhöhe zu reden. Diese Veränderung fand insbesondere in der Finanzpolitik ihren Niederschlag. Mit dem 2011 beschlossenen „Stärkungspakt Stadtfinanzen“ ist der kommunale Finanzausgleich solidarischer geworden und die Zahl der Kommunen in der Haushaltssi-cherung deutlich gesenkt worden. Eine wachsende Zahl von Städten und Gemeinden können bis zum Jahr 2021 wieder ausgeglichene Haushalte vorlegen. Die jährlichen Zu¬weisungen des Landes sind seit dem Jahr 2010 um 2,5 Milliarden Euro auf rund 10,4 Milliarden Euro im Jahr 2016 gestiegen. Die Landesregierung hat die Kommunen an der konjunkturellen Verbesserung der Einnahmen des Landeshaushaltes uneingeschränkt beteiligt.

Als Rudi Bertram 1978 im Alter von 23 Jahren in die SPD eingetreten ist, war sein Leben von sozialdemokra­tischen Gedanken und Handeln geprägt. Bereits sein Vater war für die Sozialdemokra­ten im Rat der Stadt Eschweiler und langjähriger stellvertretender Bürgermeister.

Die Mitgliedschaft Rudi Betrams im SPD-Stadtverband Eschweiler war stets durch die aktive Mitarbeit bei den Wahlkämpfen geprägt. Er leistete damit einen Beitrag zur demokratischen Willensbildung der Gesellschaft.

Rudi Bertram ist Diplom-Verwaltungswirt und war von 1991 bis 1999 Leiter des Fach­bereichs Schule, Kultur und Sport der Stadt Eschweiler. Im selben Zeitraum war er Per­sonalratsvorsitzender. Durch seine Tätigkeit als Mitarbeiter der Stadtverwaltung Eschweiler bestand auch eine berufliche Nähe zur SPD-Ratsfraktion im Eschweiler Stadtrat. Im SPD-Ortsverein Eschweiler-Süd, im SPD-Stadtverband Eschweiler sowie im SPD-Unterbezirk Aachen war er als Beisitzer aktiv und hat insbesondere sein kommunalpolitisches Fachwissen eingebracht.

1997 wurde Rudi Bertram in seiner Heimatstadt Eschweiler von der SPD als Bürger­meisterkandidat nominiert. In dem für die SPD besonders schwierigen Kommunalwahl­jahr 1999 ist Rudi Bertram im ersten Wahlgang zum Bürgermeister der Stadt Eschweiler gewählt worden. Gleichzeitig wurde die SPD stärkste Fraktion im Rat. Bis zur jüng­sten Bürgermeisterwahl im Jahre 2014 wurde er mit Unterstützung der Eschweiler SPD in seinem Amt mit herausragenden Ergebnissen bestätigt.

Seit vielen Jahren arbeitet Rudi Bertram in den Gremien der SGK im Kreis Aachen und in verschiedenen Expertengruppen der SGK auf Landesebene aktiv mit.

Seit 1999 ist Rudi Bertram in den Gremien des Städte- und Gemeindebundes NRW aktiv und seit zwölf Jahren im Präsidium des Verbandes. Er ist Vorsitzender des Rechts- und Ver­fassungsausschusses im Städte- und Gemeindebund NRW. Seit 2014 ist er Sprecher der SPD-Gruppe im Präsidium des Städte- und Gemeindebundes NRW.

Rudi Bertram übt das Amt des Bürgermeisters mit großem Engagement und Nähe zur Bevölkerung seiner Heimatstadt aus. Überdies ist er sowohl in seiner hauptamtlichen Funktion als auch durch seine Mitarbeit im nordrhein-westfälischen Städte- und Gemeindebund als Kommunalpolitiker erkennbar, der sich den sozialdemokratischen Grundsätzen von Freiheit, Gerechtigkeit und Solida­rität verpflichtet fühlt. In Anerkennung dieses Engagements und der Verbundenheit zu den Zielen sozialdemokratischer Kommunalpolitik wird ihm die Ehrennadel 2016 der SGK NRW verliehen.

Karsten Koch ist am 27. August 1965 in Minden geboren. Er ist seit seinem 18. Lebensjahr Mitglied der SPD und seit seinem 24. Lebensjahr Vorsitzender der SPD-Fraktion im Rat der Stadt Beckum. Seit 1995 ist er Vorsitzender des SGK-Kreisverbandes Warendorf. Zuvor war Karsten Koch von 1989 bis 1999 Mitglied des Kreistages Warendorf und stellvertretender Vorsitzender der Kreistagsfraktion. Zwischen 1993 und 2001 war er Vorsitzender des SPD-Unterbezirks Warendorf. 

Von 1991 bis 1994 war Karsten Koch Vorsitzender des Aufsichtsrates der Beckumer Wohnungsgesellschaft (BWG) und von 1991 bis 2009 Mitglied des BWG-Aufsichts­rates. Gegenwärtig ist er Vorsitzender des Aufsichtsrates der Energieversorgung Beckum und vertritt seine Heimatstadt in der Gesellschafterversammlung der Wasserversorgung Beckum. Beim nordrhein-westfälischen Städte- und Gemeindebund ist Karsten Koch Mitglied des Landesausschusses für Finanzen und Kommunal­wirtschaft sowie stellvertretendes Mitglied in der Mitgliederversammlung. Hinzu kommt seine Mitgliedschaft in der 13. Landschaftsversammlung des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe.

Karsten Koch ist in besonderer Weise als Vorsitzender des SGK-Kreisverbandes tätig und informiert regelmäßig in Konferenzen der Fraktionsvorsitzenden über aktuelle landes- und bundespolitische Themen. Der Jahresempfang der SGK im Kreis Warendorf hat die SGK als kommunalpolitische Organisation in ganz besonderer Weise zu einem Forum des kommunalpolitischen Meinungsaustausches über die Parteigrenzen hinaus gemacht. Karsten Koch engagiert sich seit vielen Jahren in den Gremien der SGK auf Landesebene und gehört gegenwärtig der Expertengruppe Kommunalfinanzen an.

Neben seinen kommunalpolitischen Funktionen ist er tief in der Zivilgesellschaft seiner Heimatstadt verbunden und leistet damit Vertrauensarbeit im besten Sinne. Karsten Koch ist Geschäftsführer der Firma Markus-Bau GmbH Generalunternehmung (Bo­chum).

Die Art und Weise der Wahrnehmung seines ehrenamtlichen Mandates ist ein Vorbild für kommunalpolitisches Engagement auf der Basis sozialdemokratischer Grundwerte. Aus diesen Gründen wird Karsten Koch mit der Ehrennadel der SGK NRW im Jahre 2016 ausgezeichnet.

Ernst Prüsse, Vorsitzender SPD-Fraktion Dortmund
Ursula Kraus, Oberbürgermeisterin Wuppertal
Marlene Lubek, Mitglied des Kreistages Paderborn
Dr. Wolfgang Honsdorf, BM Bad-Salzuflen

Heinz Müller, stellv. BM Olpe

Franz Müntefering, Bundesvorsitzender SPD

Hans-Walter Schneider, stellv. BM Winterberg

Anni Brandt-Elsweier, MdB a.D.
Anni Brandt-Elsweier, MdB a.D.
Ernst Giesen, stv. Hauptgeschäftsführer StGB NRW
Ernst Giesen, stv. Hauptgeschäftsführer StGB NRW
Jürgen Siekmann, Mitglied im Rat der Stadt Münster
Jürgen Siekmann, Mitglied im Rat der Stadt Münster
Josef Krings, Oberbürgermeister Duisburg
Josef Krings, Oberbürgermeister Duisburg

Hans-Dieter Moritz, MdL a.D.   
Ursula Bolte , Landrätin im Kreis Gütersloh
Heinz Steffen, Fraktionsvorsitzender Unna
Peter Tilgner, Stellv. BM Niederkassel (nicht auf dem Bild)

Edgar Moron, Vorsitzender SPD-LTF
Edgar Moron, Vorsitzender SPD-LTF
Renate Canisius, stellv. Bürgermeisterin Köln
Renate Canisius, stellv. Bürgermeisterin Köln
Dr. Jürgen Linden, Oberbürgermeister Aachen
Dr. Jürgen Linden, Oberbürgermeister Aachen