Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend Weiterer Ausbau von Sprach-Kitas

Manuela Schwesig, Ministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend

Die frühkindliche Sprach- und Integrationsförderung in Kitas wird nochmals gestärkt: Ab 2017 stehen für das Bundesprogramm "Sprach-Kitas" jährlich 150 Millionen Euro mehr zur Verfügung. Doppelt so viele Kitas wie bisher können damit künftig zur Sprach-Kita werden und Mittel für eine zusätzliche halbe Fachkraftstelle abrufen.

Die frühe Förderung von Kindern leistet einen wichtigen Beitrag zur Chancengleichheit, deswegen sollen alle Kinder von Anfang an von guten Bildungsangeboten profitieren. Das Bundesprogramm "Sprach-Kitas" richtet sich an Kitas, die von einem überdurchschnittlich hohen Anteil von Kindern mit besonderem sprachlichen Förderbedarf besucht werden. 

Durch Sprache erschließen wir uns die Welt, treten mit Menschen in Kontakt und eignen uns Wissen an. Sprache ist somit auch ein Schlüssel für eine gelingende Integration: Im Zuge der Zuwanderung von Kindern und Jugendlichen, die dringend über Deutschförderangebote in die schulische Bildung integriert werden müssen, hat auch diese Aufgabe zusätzlich an Bedeutung gewonnen. Die Sprach-Kitas werden zum einen durch weitere Fachkräfte für sprachliche Bildung unterstützt, die direkt in der Kita tätig sind. Zum anderen werden sie kontinuierlich durch eine Fachberatung begleitet.

Im Januar 2016 ist das Bundesprogramm "Sprach-Kitas: Weil Sprache der Schlüssel zur Welt ist" gestartet. Mit der Anhebung der Mittel ab 2017 um jährlich 150 Millionen Euro - 600 Millionen Euro mehr zwischen 2017 bis 2020 - können insgesamt rund 7.000 zusätzliche halbe Fachkraftstellen in Kitas und in der Fachberatung geschaffen werden. Der Bund stellt damit für das Programm "Sprach-Kitas" im Zeitraum zwischen 2016 und 2020 Mittel im Umfang von bis zu einer Milliarde Euro zur Verfügung.