Öffentlich geförderte Beschäftigung: Chance zur Bekämpfung von Langzeitarbeitslosigkeit

Klaus Uwe Gerhardt - pixelio.de

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Mit einem Positionspapier zur Schaffung von dauerhaft öffentlich geförderter Beschäftigung in einem sozialen Arbeitsmarkt möchte die SGK NRW das Ziel verfolgen, realistisch mit der Frage von Langzeitarbeitslosigkeit umzugehen.

Kommunale Praktiker haben ihre Erfahrungen aus der täglichen Arbeit in der Kommune genutzt, um ein praxisnahes Konzept zu entwickeln, welches Langzeitarbeitslosen ohne Chance auf eine Beschäftigung im ersten Arbeitsmarkt, einen dauerhaften Weg aus der Arbeitslosigkeit aufzeigt.

„Die bisherigen Konzepte der Vermittlung in Arbeit greifen zu kurz“, so Frank Baranowski, Vorsitzender der SGK NRW und Oberbürgermeister von Gelsenkirchen, „für viele Arbeitslose bietet dieses Konzept die einzige Chance, wieder langfristig am Arbeitsleben teilhaben zu können.“

„Die neu geschaffenen Arbeitsplätze müssen sozialversicherungspflichtig und arbeitsvertraglich gesichert sein, dürfen aber auf gar keinen Fall zu einer Verdrängung ordentlicher Beschäftigung führen.“, ergänzt Bernhard Daldrup, Landesgeschäftsführer der SGK NRW. Vielmehr handelt es sich um Arbeitsplätze die zwar einen echten Mehrwehrt für den Arbeitgeber darstellen, an sich notwendigerweise in einer Verwaltung oder einem Betrieb aber nicht ausgeübt werden würden.

Als Beispiel führt das Papier unter anderem Hausmeisterassistenten auf. Dies zeigt bereits, dass es sich nicht um eine Verdrängung von ordentlicher Beschäftigung handelt, sondern um die Schaffung von zusätzlichen Arbeitsstellen geht, die ansonsten gar nicht geschaffen würden.

Zur Absicherung sieht das Konzept auch die Einrichtung einer Kommission mit den relevanten Arbeitsmarktakteuren vor. Sie soll die Arbeitsplätze nach gemeinsam entwickelten Kriterien prüfen und zulassen.

Am Ende des Prozesses steht natürlich immer das Ziel einer dauerhaften sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung im ersten Arbeitsmarkt.