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Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport Familienministerin Kampmann: „Kein Kind zurücklassen!“ hat sich bewährt und beugt Kinderarmut vor

Christina Kampmann, Ministerin für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport

„Kommunale Präventionsprojekte und Landesprogramme wie ‚Kein Kind zurücklassen!‘ können die Folgen von Kinderarmut vermindern“, erklärte Familienministerin Christina Kampmann als Reaktion auf eine Pressekonferenz des Präsidenten des Deutschen Kinderschutzbundes Heinz Hilgers zum Thema Kinderarmut.

Hilgers hatte in Düsseldorf eine Versachlichung der Diskussion gefordert. Am Beispiel der Stadt Dormagen, einer Modellkommune der Landesinitiative „Kein Kind zurücklassen!“, hatte Hilgers deren Erfolg erläutert. So sinkt durch den Präventionsansatz in den sozialen Brennpunkten die Zahl der sprachentwicklungsverzögerten Kinder deutlich. Auch Verhaltensauffälligkeiten konnten reduziert werden. Familienministerin Christina Kampmann: „Diese Entwicklungen bestärken uns darin, ‚Kein Kind zurücklassen!‘ für ganz Nordrhein-Westfalen fortzusetzen und in die Fläche zu bringen. Inzwischen beteiligen sich 40 Kommunen in Nordrhein-Westfalen an dem Präventionsvorhaben. 60 Prozent der Kinder und Jugendlichen in Nordrhein-Westfalen profitieren davon. Die Kommunen setzen eine Politik der Vorbeugung um, die allen Kindern die gleichen Chancen auf ein gutes Aufwachsen, auf Bildung und auf gesellschaftliche Teilhabe ermöglichen soll – unabhängig von ihrer sozialen Herkunft und vom Geldbeutel ihrer Eltern.“ 

Familienministerin Christina Kampmann verwies in diesem Zusammenhang auch auf den aktuellen Armutsbericht des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) der Hans-Böckler-Stiftung für das Jahr 2015, demzufolge die Kinderarmut in Nordrhein-Westfalen sinkt - gegen den Bundestrend. In 13 Ländern stieg die Kinderarmut im Jahresvergleich, in drei Ländern sank sie. In Nordrhein-Westfalen wurde der stärkste Rückgang registriert. Ministerin Kampmann: „2015 ist die Kinderarmut um 0,7 Prozentpunkte gegenüber dem Vorjahr zurückgegangen, während sie im Bundesdurchschnitt um 0,7 Prozent auf 19,7 Prozent angestiegen ist. Nordrhein-Westfalen setzt weiter auf Prävention.“